Kurzchronik der Hansa-Grundschule in Dortmund-Huckarde
Ostern 1883: Evangelische-Schule-Huckarde; Rektor Krämer 1895: Ev. Schule bezieht ein neues Gebäude und erhält den Namen "Luisenschule" 1919: Ev. Schule heißt ab jetzt "Hansaschule" 1921: Rektor Klöckner 1939: Umwandlung der ev. Schule in eine Gemeinschaftsschule 1945: Das Gebäude der Hansa-Schule ist durch Bomben zerstört, deshalb nutzt man das unversehrte Gebäude der Urbanus-Schule mit. 1948: Das alte Gebäude der Hansa-Schule ist wieder benutzbar. 1949: Wiedereinführung der Konfessionsschule; Ev. Schule heißt kurzzeitig "Urbanusschule II"; Rektor Stemann 1952/53: Neubau an der riedrichsruher Str. 39; Urbanusschule I und II ziehen ein. Beide Schulen unterrichten schichtweise. Ev. Schule erhält wieder den Namen "Hansaschule". 1955: Hansaschule bezieht den Neubau an der Welkenerstr. 24. 1957: Übergabe der Turnhalle 1961: Erweiterungsbau an der Welkenerstr. (wurde später die Henze Sonderschule, dann die Alfred-Adler-Sonderschule) 1965: Rektor Runte 1966: Pausenhalle muss aufgrund von Bergbauschäden mit Stempeln abgestützt werden; Sanierung der Turnhalle 1967: Turnhalle ist wieder nutzbar 1968: Altbaurenovierung ist abgeschlossen; Einführung der Grund- und Hauptschulen; Grundschule heißt "Neue Gemeinschaftsschule-Dortmund-Huckarde"; Rektor Hallemeier 1978: Rektor Becker 1990: Ratsbeschluss: Hansa-Grundschule wird saniert 1991: Asbestentsorgung der Pavillons 2000: Rektorin Werthmann 2001: Einweihung des Waldklassenzimmers 2002: Teilnahme am Modellprojekt "Selbstständige Schule" 2004: Umzug in den Neubau; Umwandlung in eine Offene Ganztagsgrundschule 2008: Rektorin Doyscher
Chronik der Hansa-Grundschule
Im Jahre 1878 wurde die katholische Volksschule in Huckarde in eine paritätische Schule mit einem evangelischem Lehrer verwandelt.
Zu Ostern des Jahres 1883 wurde dieses System aufgehoben und eine evangelische Schule mit 95 Kindern und einer Lehrkraft gegründet. Dies ist als Geburtsjahr der Hansaschule anzusehen. Der Unterricht fand in einem Zimmer im Gebäude der katholischen Schule statt.
Die Schülerzahlen stiegen auf 164 und es wurden 3 Klassen mit 2 Lehrern eingerichtet. Inzwischen war ein neues Schulgebäude eingerichtet worden und die Schule führte den Namen Luisenschule.
1913 wurde bei einer Zahl von 584 Schülern in 9 Klassen und 9 Lehrern die 1. Rektorenstelle eingerichtet. In Anlehnung an die Zeche Hansa, der der Ortsteil Huckarde seine Entwicklung verdankt, erhielt die Schule Ostern 1919 den Namen Hansaschule. Im Jahr 1939 wurde aus der evangelischen Bekenntnisschule eine Gemeinschaftsschule.
Nach Beendigung des 2. Weltkrieges war das gesamte Schulwesen in Huckarde zusammengebrochen. Das Gebäude der Hansaschule war durch Bomben zerstört worden. Der Unterricht aller Huckarder Kinder wurde in der unversehrt gebliebenen Urbanus-Schule aufgenommen. Die Hansaschule wurde nach dem Wiederaufbau ab dem Jahre 1948 erneut benutzt. Es wurden 1812 Schüler in 37 Klassen von 34 Lehrern in 16 Klassenräumen unterrichtet.
Ostern 1949 wurde nach erfolgreicher Abstimmung die Hansaschule erneut zur evangelischen Konfessionsschule und führte zunächst den Namen Urbanusschule II. An der Friedrichsruherstr. wurde eine neue Schule erbaut, die 1952/53 von der Urbanusschule I und II bezogen wurde. Beide Schulen unterrichteten schichtweise. Die evangelische Schule erhielt ihren alten Namen Hansaschule wieder.
1955 entstand am Rahmer Wald an der Welkenerstr. 24 eine neue Siedlung mit einer neuen Schule, die ausschließlich von der Hansaschule genutzt wurde. Zu dieser Zeit besuchten 650 Schüler die Schule und wurden von 14 Lehrern in 16 Klassen unterrichtet. 1957 wurde eine neue Turnhalle übergeben.
Durch Bergschäden bedingt musste die Pausenhalle des Schulgebäude im Jahre 1966 durch Stempel abgestützt und die Turnhalle saniert werden. Risse entstanden und das Gebäude sackte über 1 Meter ab, so dass eine enorme Schieflage entstand.
Im Jahre 1968 wurden die Grund- und Hauptschulen eingeführt und es entstand die Hansa-Grundschule.
Aufgrund ihrer Lage direkt am Rahmer Wald bot es sich an, in das Schulprogramm der Hansa-Grundschule diesen als Schwerpunkt für außer- und innerschulische Kooperation im Stadtteil mit aufzunehmen. So wurde im Schuljahr 2001 das Waldklassenzimmer eingeweiht, dessen Einrichtung und Ausstattung vom Kulturbüro der Stadt Dortmund, dem Schulträger und der Sparkasse Dortmund finanziell unterstützt wurde. Um die Schwerpunkte der standortbezogenen Schulentwicklung und Qualitätssicherung der Hansa-Grundschule direkt vor Ort eigenständig entscheiden zu können, nimmt die Hansa-Grundschule nach Beschluss der Schulkonferenz seit 2002 am Modellprojekt „Selbstständige Schule“ teil.
Nach einem langen gemeinsamen Kampf engagierter Eltern und des Kollegiums um den Standorterhalt der Hansa-Grundschule aufgrund des maroden Gebäudes entstand ein Neubau, der im Mai 2004 bezogen wurde.
Die Hansa-Grundschule ist heute eine selbstständige, offene Ganztagsgrundschule mit ca. 240 Schülern und 22 Lehrern und Betreuungskräften. Aus dem Leitbild der Schule dem Fördern und Fordern der individuellen Fähig- und Fertigkeiten als Herausforderung und Chance für erfolgreiches Leben in der Gesellschaft ergaben sich die pädagogischen Schwerpunkte der Schule. Diese sind die individuelle Förderung des einzelnen Kindes, das Konzept der jahrgangübergreifenden Schuleingangsphase und Umsetzung der Offenen Ganztagsschule.
In der Hansa-Grundschule werden in der Eingangsstufe die Jahrgänge 1 und 2 in jahrgangübergreifenden Klassen unterrichtet, um jedes einzelne Kind seinen Fähigkeiten entsprechend das Lernen zu ermöglichen. Gemeinsam mit einer sozialpädagogischen Fachkraft, einer Sonderpädagogin und der Klassenlehrerin werden durch äußere und innere Differenzierung im Team, regelmäßige Diagnoseverfahren und dem Erstellen von Förderplänen die Schüler in ihrem individuellen Lernvermögen gefördert.
Als Offene Ganztagsgrundschule ist es Ziel der Hansa-Grundschule, sozialpädagogische und unterrichtliche Ziele zu verbinden. Auch ist eine Verknüpfung der Inhalte des Vor- und Nachmittagsbereiches gelungen.
Für die Zukunft ist ein weiterer pädagogischer Schwerpunkt die Implementierung des Kooperativen Lernens an der Hansa-Grundschule. Zur Zeit werden Kollegen in diesem Bereich ausgebildet, die ihr Wissen durch ein erarbeitetes Transferkonzept innerhalb der Schule an alle weitergeben. So wird dies im nächsten Schuljahr als ein weiterer Baustein in das Schulprogramm aufgenommen.
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